notaveo
Pilotprojekt für Rechtsanwälte und Notare Anmelden
notaveo · Urkundenentwürfe aus den eigenen Vorlagen

Diktat rein. Entwurf raus. Jede Stelle, die zu prüfen ist, steht markiert.

Jede Urkunde aus den eigenen Worten der Kanzlei. Keine Mandantendaten bei der KI. Und acht Antworten auf die Fragen, die zuerst kommen.

Zu den acht FragenSo sieht ein Entwurf aus ↓
0
Namen erreichen die KI
Ein Wächter ohne KI hält jede Anweisung mit Personendaten an.
100 %
der Bibliothek wörtlich aus den eigenen Vorlagen
Übergabe- und Kaufverträge, maschinell geprüft. Testamente 97,7 %.
2 bis 4 €
KI-Kosten je Urkunde, zu Selbstkosten
Gemessen an echten Fällen, Entwurf und Finalfassung zusammen.
§ 203 StGB · § 18 BNotODSGVO · Auftragsverarbeitung · StandardvertragsklauselnEU-KI-VerordnungServer in Deutschland

Acht Fragen vor dem Start

Kurz beantwortet. Die Belege dazu liegen hinter der Anmeldung.

01§ 203 StGB · § 18 BNotO

Welche Mandantendaten erreichen die KI?

Keine. Namen, Geburtsdaten, Anschriften, Grundbuch- und Kontodaten gehören nicht in die Anweisung, und ein Programm ohne KI hält jede Anweisung an, in der doch welche stehen. Die Falldaten kommen erst in Word hinein, wenn der Entwurf fertig ist. Das Berufsgeheimnis bleibt unberührt, weil das Sprachmodell nie ein Geheimnis erfährt.

02Art. 28 DSGVO · Standardvertragsklauseln

Was passiert mit den Vorlagen der Kanzlei, und ist das DSGVO-konform?

Aus den Vorlagen der Kanzlei entsteht eine Bibliothek aus Bausteinen, Wort für Wort der eigene Text. Sie gehört der Kanzlei, niemand sonst sieht sie, und sie lässt sich jederzeit vollständig exportieren. Der KI-Anbieter darf nach seinen Geschäftsbedingungen nichts davon zum Training verwenden. Grundlage ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit den EU-Standardvertragsklauseln; Daten werden nach 30 Tagen beim Anbieter gelöscht.

03Vier Sicherungen

Erfindet die KI etwas, und würde man es merken?

Erstens ein lokaler Wächter, ein Programm ohne KI, das jede Anweisung vor dem KI-Aufruf prüft. Zweitens darf die KI nur aus den Bausteinen der Kanzlei formulieren; wo keiner passt, steht der Satz gelb, und blau ist der Kanzlei-Standard, der nicht diktiert wurde. Drittens liest eine zweite KI den Entwurf blind gegen die Anweisung. Viertens prüft wieder ein Programm, dass jede Markierung im Word ankommt. Was zu prüfen ist, steht auf einen Blick fest.

04Diktat, Minuten später Word

Wie viel Arbeit macht das?

Die Anweisung wird diktiert oder getippt, nur ohne Namen und Falldaten; die kommen zum Schluss in Word. Minuten später liegt der Word-Entwurf mit Markierungen und Prüfblatt vor. Das Einlesen der Vorlagen übernimmt der Betreiber; welche Formulierung bei welcher Konstellation gilt, entscheidet der Notar mit einem Klick unter „Regeln“. Nichts zu installieren, kein neues Gerät.

05Betreiber · Server · Ausstieg

Wer steht dahinter? Und was ist, wenn das Projekt endet?

notaveo ist ein Projekt von Rainer Philipp, Lüneburg, entwickelt mit inhaltlicher Unterstützung von Björn Schröder, Rechtsanwalt und Notar. Der Server steht bei Hetzner in Nürnberg, jede Kanzlei ist getrennt, Zugang nur mit Zwei-Faktor-Anmeldung, tägliche verschlüsselte Sicherung. Bibliothek, Entwürfe und Prüfblätter lassen sich jederzeit exportieren. Wer den Betrieb im eigenen Haus will, kann notaveo auf einem eigenen Server laufen lassen.

06Pilotprojekt · Selbstkosten

Was kostet es?

notaveo ist ein Pilotprojekt, die Konditionen folgen. Die Kosten beim KI-Anbieter liegen gemessen bei 2 bis 4 Euro je Urkunde, Entwurf und Finalfassung zusammen, und werden zu Selbstkosten weitergegeben.

07Kein Hochrisiko-System

Muss die Kanzlei wegen der EU-KI-Verordnung (AI Act) etwas tun?

notaveo trifft keine Entscheidung über Menschen; geprüft, geändert und beurkundet wird wie bisher durch den Notar. Nach vorläufiger Einordnung ist es kein Hochrisiko-System im Sinne der KI-Verordnung. Die Pflichten der Kanzlei: wissen, was das Werkzeug tut (Art. 4, KI-Kompetenz), und nichts Ungeprüftes herausgeben. Jede Pilotkanzlei erhält eine Systemdokumentation nach dem Muster der KI-Verordnung: welche Daten wohin gehen, welches Modell arbeitet, welche Prüfungen laufen.

08Wie bei jedem Entwurf

Wer haftet, wenn ein Fehler durchrutscht?

Der Notar, wie bei jedem Entwurf, den eine Mitarbeiterin vorbereitet. notaveo ändert daran nichts. Es macht die Prüfung leichter, weil alles, was nicht aus den eigenen Bausteinen stammt, markiert ist, und nichts still ergänzt oder weggelassen wird.

So sieht ein Entwurf aus

Gelb heißt: hier prüfen. Blau heißt: Kanzlei-Standard, ergänzt.

Ein Übergabevertrag, erfundene Angaben. Nichts ist still ergänzt, nichts still weggelassen. Jede Abweichung von den eigenen Bausteinen steht sichtbar im Text.

Zum Entwurf gehört ein Prüfblatt: die Punkte, die im Diktat offen geblieben sind, zum Abhaken oder Ergänzen. Und das Prüfsiegel nennt, welche Prüfungen gelaufen sind und welches Modell gearbeitet hat.

Die Endfassung lässt sich zurückmelden, ohne Namen. So lernt die Bibliothek, welche Formulierung die Kanzlei wirklich verwendet, und der nächste Entwurf kommt ihr noch näher.

Entwurf · Übergabevertrag · erfundene Angaben

§ 3 Übergabe, Besitzübergang

Der Übergeber übergibt den Grundbesitz an die Erwerberin. Die Übergabe gilt mit dem heutigen Tag als erfolgt.

Von diesem Tag an gehen Nutzungen und Lasten, Gefahr und Haftung auf die Erwerberin über.

§ 4 Wohnungsrecht

Die Rückforderung ist ausgeschlossen, wenn die Erwerberin den Grundbesitz mit Zustimmung des Übergebers veräußert.

Gelb: nicht aus den Bausteinen der Kanzlei, zu prüfen.
Blau: Kanzlei-Standard, nicht diktiert.

Was die KI sieht. Und was nicht.

Drei Orte, drei Arten von Daten. Personendaten bleiben, wo sie hingehören: in der Kanzlei.

In der Kanzlei
alles, was Menschen betrifft
  • Namen, Geburtsdaten, Anschriften
  • Grundbuch- und Kontodaten
  • die fertige Urkunde mit Falldaten
nur ohne Namen
Server in Nürnberg
jede Kanzlei für sich
  • Anweisung ohne Falldaten
  • die Bausteinbibliothek der Kanzlei
  • Entwürfe und Prüfblätter
nur Text
KI-Anbieter in den USA
sieht Text, nie Menschen
  • pseudonymisierte Anweisung
  • Bausteintext
  • kein Training, Löschung nach 30 Tagen